Kindisch

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Westlich von Kindisch liegt der Ohorner Steinberg auf dem seit circa 1890 von mehreren privaten Firmen wie zum Beispiel Petasch, Rietscher und Gierisch Steine abgebaut wurden. Das im Bruch Kindisch gewonnene Gestein war wegen seiner gleichbleibenden hellblau-grauen Farbe und seiner guten Bearbeitbarkeit zur Herstellung von Pflaster- und Werkssteinen geschätzt.

Im Jahr 1945 wurde der Steinbruch Bestandteil des VEB Lausitzer Granitwerke Kamenz. Im Jahr 1966 wurde durch den VVB Zuschlagstoffe und Natursteine Dresden die Erweiterung des Betriebes mit einer Produktionsmenge von 50.000 Tonnen für einen Zeitraum von 40 Jahren bestätigt.

Im Jahre 1965 betrug die Rohsteinförderung 56.070 Tonnen. Davon waren 9.343 t Abfall, 22.122 t Pflaster, 3.233 t Bordsteine, 5.927 t Werkstein mit einem Erlös von 142.000 MDN sowie 20.780 t Schotterprodukte. Die Planzahlen für die Jahre 1966 bis 1970 betrugen 50.450 , 45.680 , 48.700 und 55.750 Tonnen. Hauptabnehmer der Werksteinprodukte war der Bezirk Dresden. Darüber hinaus gingen Werksteine aus Kindisch in alle Bereiche der DDR (z.B. Gehwegpflaster auf der Straße der Nationen in Karl-Marx-Stadt, vor dem Staatsratsgebäude in Berlin, Stufen am neuen Postgebäude in Leipzig). Ein großer Teil der Rohgesteinsblöcke wurde nach Westdeutschland exportiert.
Anfang der 1970er Jahre wurde die Lagerstätte Kindisch von Werksteingewinnung auf Haufwerksbereitststellung umgestellt. Seitdem wurden die ehemals separaten Kesselbrüche zu einem großen Hangaufschluss mit fünf Abbautrossen vereinigt. Am südöstlichen Tagebaurand wurde eine Splittanalage mit einer Leistung von 200.000 Tonnen pro jahr errichtet.

Im Sommer 1989 wurde von VEB Lausitz Granit Demitz-Thumitz eine neue Vorratsbrechung für die Rohblockgewinnung vorgelegt. Die Planvorgabe betrug nun 300.000 Tonnen Brecherprodukte und 650 m³ Rohblöcke.

Nach der Wende wurde von der Firma Boral Granit GmbH, einer Tochter der Boral Resources GmbH, an die Firma Nordberg der Auftrag zur Errichtung einer Vorbrech- und Nachbrechanlage mit einer Leistung von 700 Tonnen pro Stunde erteilt. Daran schloss sich im Jahre 1995 der Bau einer Sieb- und Siloanlage durch die Firma Krupp mit einer Leistung von 600 Tonnen pro Stunde an.

Am 1. März 1996 erwarb die Haniel Baustoff-Industrie Sand- und Kieswerke GmbH, Niederlehme die Boral Resources GmbH und benannte sie in die Haniel Baustoffe-Industrie Hartsteinwerke Kindisch GmbH um. Im Jahre 2000 brachte die Hartsteinwerke Kindisch GmbH den Steinbruch Kindisch in die neugegründete ProStein ein.

Luftbild Steinbruch Kindisch
Luftbild Werk Kindisch

Hitorische Fotos Werk Kindisch
Download: Historische Fotos vom Werk Kindisch

Kindisch Werk
Schotterwerk

Gewinnung im Steinbruch
Gewinnung im Steinbruch